Gewerbereise 2016

Montag, 24. Oktober 2016

Die diesjährige Gewrbereise führte zum «Mont Crosin» wo ein sehr grosser Windpark steht, sowie zur «Fromagerie Spielhofer» in St. Imier, welche vor allem den berühmten Tete de Moine herstellt.

Mit Pferd und Wagen gelangten 75 Surseer Gewerbler zum schweizweit grössten Windpark. 16 Windräder liefern dort über 50 Millionen Kilowattstunden Strom und bald mehr. Die Akzeptanz ist heute gut – Vorbehalte bleiben aber.

Am Montag führte Vorstandsfrau Bea Kiener eine über 75 starke Mitgliederschar des Vereins Gewerbe Region Sursee in den Berner Jura. Mit Pferdegespannen besuchten sie den grössten Windpark der Schweiz auf dem Mont Crosin. Die ausgewanderte Luzernerin Brigitte Müller erzählte, dass der Windpark seit zwanzig Jahren Strom liefere. Seit 1996 steigerte sich jedoch die Produktion gewaltig – dank besserer Technik und höherer Windräder.  Mehr als die bisher stehenden 16 Windräder seien nicht möglich, erklärte Brigitte Müller. Der Turm stammt aus Dänemark, die Rotorblätter aus Deutschland und die Kabel aus Spanien. Der Strom reicht für 18’000 Haushaltungen.

«Die Jurakreten bieten sich an, Windkraft zu nutzen», erfuhren die Gewerbler bei der Führung. Sie hätten wegen der Höhe genügend Wind und seien erreichbar. Der Strom wird mit Bodenleitungen abgeführt. Vor mehr als 20 Jahren sei der Bau des Parks gut einfädelt und stückweise gebaut worden. «Der Windpark hat eine gute Akzeptanz, diese mussten wir aber erarbeiten.»

Hoch auf dem Wagen sitzt Melanie Eisinger. Sie zügelt Escudot und Zodiac zum Besucherzentrum. «Hier sind die Leute gespalten über den Ausbau des Windparks», verrät die Pferdeliebhaberin, «Wenn sich die Rotorblätter schnell drehen, hört man das. Zum Teil stört das wie auch ihr Schattenwurf», macht sie klar.
 
Brigitte Müller meint zu den Vorbehalten: «Die Kühe hier oben zeigen kein anderes Verhalten als vorher. Das Rauschen der Blätter im Wald hört man genauso wie die Rotorblätter.» Und die zwei Lampen an der Kabine oben störten zwar die Leute, brächten aber Sicherheit im Luftraum. Eine der Lampen wird nun durch Infrarot ersetzt. So ist sie für das menschliche Auge unsichtbar. 

Im zweiten Teil der Reise besuchten die Gewerbler die Fromagerie Spielhofer in St. Imier Die Familie stammt aus Römerswil und begann 1982 im Jura mit der Käseproduktion. Heute arbeiten im Familienbetrieb 35 Personen. 55 Landwirte liefern ihre Milch. Hauptprodukt ist der Tête de Moine, aber auch andere feine Käsesorten – etwa ein «Windradchäsli» gehören zum Sortiment. Nach einer Führung mit den beiden Spielhofer-Junioren durften die Surseer Gewerbler den feinen Käse degustieren und dabei erst noch ein gutes Glas Wein geniessen.

Auf der Rückfahrt gab es dann noch einen kurzen Zwischenhalt bei der Firma Camille Bloch, wo nach dem vielen Käse nun auch noch die süssen Gelüste gestillt werden konnten. In einigen Surseer Haushalten wir es wohl noch etwas länger die feinen «Ragusa» zum Kaffee geben.


Zum Abschluss der diesjährigen Gewerbereise machten die beiden Cars Halt in Tscheppach im Kanton Solothurn. In der umgebauten Scheune dem «Tscheppachs» löffelten die hungrigen Mitglieder von Gewerbe Region Sursee ein «Solothurner Wysüppli», genossen einen «Buchberger Braten vom Kalb» und schlossen das Festessen mit einer «luftigen Süssmostcreme» ab. Nach 21 Uhr konnten alle wieder in Sursee aus dem Car steigen.

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